Er kommt zurück: Einst mächtiger Mann aus Gera steigt wieder auf seinen Thron
Eine Geraer Legende kehrt heim. Er gilt als verschollen. Eine Kopie soll an ihn erinnern.
Sie haben es geschafft. Der Bau startet. Schon rege wird gebuddelt, auf der Grünfläche vor dem Campus Rutheneum. „Aktuell wird die Grube ausgehoben, um den Frostschutz einzulassen“, sagt Manfred Taubert und zeigt sich dankbar, dass die Stadt Gera diese Arbeiten übernimmt und dem Vorhaben zugewandt ist.
Vorbereitungen für Posthumus laufen auf Hochtouren
Taubert ist der Mann, der die Idee vorantrieb und eine Interessengemeinschaft um sich versammelte, die für die Rückkehr des Posthumus-Denkmals Geld und Zeit in die Hand nimmt. Rund 140.000 Euro kostet das Vorhaben. „Aktuell haben wir 100.000 Euro an Spendengeldern zusammenbekommen. Etwa 40.000 Euro fehlen uns noch“, sagt er.
Während der Platz für das Betonfundament samt Treppenanlage vorbereitet wird, entsteht andernorts die fünfeinhalb Meter hohe Skulptur. „Geplant ist der 3. September. Schauen wir mal, ob mit den Vorarbeiten alles nach Plan läuft. Dann werden wir an diesem Tag zwei Zeitkapseln in die Treppenanlage einlassen“, so Taubert. Während eine von der Interessengemeinschaft gefüllt wird, liegt die zweite in städtischer Hand.
Einen Vorgeschmack bietet das 35. Höhlerfest
Einen ersten Vorgeschmack könnte es schon zum Höhlerfest geben. Das 35. Geraer Höhlerfest findet vom 2. bis 4. Oktober statt und steht im Zeichen des 789. Stadtjubiläums. Am Sonntag, 4. Oktober, zieht ein Festumzug durch die Stadt. „Da werden wir als Interessengemeinschaft mitlaufen. Wenn alles gelingt, besteigt Posthumus für einen Moment seinen Sockel“, hofft Taubert.
Endgültig einziehen wird die Figur aber erst im April 2027. „Der Monat ist gewählt, weil das Denkmal im April 1958 verschwand.“
Hintergrund zum Vorhaben „Posthumus-Denkmal“
2023 haben engagierte, geschichtsinteressierte Geraer begonnen, eine Kopie des Posthumus-Denkmals errichten zu wollen. Die Interessengemeinschaft Posthumus wurde gegründet. Monatlich treffen sich die Akteure, um das Vorhaben voranzutreiben. Nunmehr scheint es auf der Zielgeraden zu sein.
1863 wurde das Posthumus-Denkmal zu Ehren des Reußen-Sohnes errichtet, der sich erfolgreich um die Förderung der Wirtschaft und des Schulwesens bemühte.
Weitere Informationen unter www.posthumus-gera.de
