Preisträgerin Giulia Kirmse: Vielleicht ist Leipzig ein Sprungbrett für mich
Die Geraerin Giulia Kirmse vom Rutheneum seit 1608 erhält den Pierre-de-Coubertin-Schülerpreis und sieht sich als Sportgymnastin längst nicht am Ende.
Fünf Pierre-de-Coubertin-Preisträger des Jahres 2026 kommen aus Gera. Anliegen des Schulpreises ist es, dem Schulsport einen fördernden Impuls zu geben, ehrenamtlichen Einsatz zu würdigen und Schüler auch nach ihrer Schulzeit für ein Engagement im Sport zu motivieren. Unter den geehrten Schülern befindet sich auch Giulia Kirmse, die am Rutheneum seit 1608 lernte.
Von Klein auf Sportgymnastin
Schon mit vier Jahren verschrieb sie sich der Rhythmischen Sportgymnastik und begann mit sechs erste Wettkämpfe zu bestreiten, wobei bei den Thüringer Meisterschaften in den Kinderklassen erste Titel heraussprangen. Ab der Schüler-Wettkampfklasse stieg die Intensität, die bis in die 3. Bundesliga führte.
Auch an verschiedenen Schulwettkämpfen nahm Giulia Kirmse teil. So gewann sie in der dritten Klasse noch als Grundschülerin der Debschwitzer Hans-Christian-Andersen-Grundschule bei den Stadtjugendspielen den Athletik-Wettbewerb „Wer ist die Stärkste?“ - übrigens knapp vor Sandrine Hilke, der in diesem Jahr ebenfalls mit dem Pierre-de-Coubertin-Schülerpreis geehrt wurde. In der neunten Klasse absolvierte die heute 18-Jährige ein Schülerpraktikum beim Geraer Stadtsportbund.
„Das war eine Woche, in der enorm viel zu tun war. Von der Kita-Olympiade bis zur Sportehrung im Hofgut reichte das Aufgabenfeld. Ich wurde in familiärer Atmosphäre sofort sehr gut aufgenommen. So blieb der Kontakt auch zur Geraer Sportjugend erhalten. In der Folgejahren bin ich bei der Kita-Olympiade für die Erwärmung verantwortlich geblieben. Es macht mir Spaß mit den Kindern zu arbeiten, die Freude an der Bewegung in ihren Augen zu sehen“, verriet Giulia Kirmse.
Leipzig könnte zum Sprungbrett werden
In der Schule prägten sie die Sportlehrer Carsten Erbe und Domenica Krödel. Ihr Abitur absolvierte sie mit einem Durchschnitt von 1,7 und will nun Jura in Leipzig studieren. „Dort will ich auch weiter trainieren. In Leipzig gibt es einige ambitionierte Vereine in der Rhythmischen Sportgymnastik. Ich merke, dass ich mich noch weiterentwickle und besser werden kann. Vielleicht ist Leipzig ein Sprungbrett für mich“, so die 18-Jährige, die aus einer sportbegeisterten Familie stammt.
Vater Steffen agierte einst als Sponsor des FC Carl Zeiss Jena und unterstützt weiterhin regionale Vereine. Mutter Kathrin leitet die Abteilung Rhythmische Sportgymnastik beim TSV 1880 Zwötzen und Bruder Tim zählt zu den ambitionierten Tennisspielern in Thüringen.
