Es wird ernst um den bärtigen Mann in Gera


Bald wird die Legende nach Gera zurückkehren: Jetzt können noch einmal alle Bürger aus Gera dazu beitragen, dass es Wirklichkeit wird.

Pressefoto
Damit fing alles an: Eine Gipsplastik des Kopfes hatte Manfred Taubert im Jahr 2023 anfertigen lassen. © Funke Medien Thüringen | Peter Michaelis

Seit dem 1. Juli läuft die zweite große Crowdfunding-Aktion zur Wiedererrichtung des Heinrich-Posthumus-Denkmals auf dem Johannisplatz. Und die Geraer meinen es ernst. Schon im vergangenen Jahr hat die Aktion der Interessengemeinschaft Posthumus im Kulturbund Gera alle Erwartungen übertroffen – und jetzt geht es in Runde zwei! Gemeinsam mit der Energieversorgung Gera (EGG) soll das Projekt endlich in die heiße Phase gehen. Und wie immer heißt es auch dieses Mal wieder: Die EGG legt bei jeder Spende ab 10 Euro noch einmal 10 Euro drauf.

Crowdfunding-Aktion für die Treppenanlage

Dieses Mal soll es hoch hinausgehen: Die Treppenanlage und die umlaufenden Gehwegplatten des Sockels sollen finanziert werden. Die Geraer Traditionsunternehmen Hofmann Betonbau und DEW-Bau aus Gera-Langenberg haben die Ärmel bereits hochgekrempelt – die Arbeiten laufen schon! Und auch die Stadt Gera packt mit an und unterstützt bei den Erdarbeiten auf dem Johannisplatz. Anfang September 2026 soll die Treppenanlage fertig sein und der mächtige Granitsockel seinen Platz einnehmen. Wahrscheinlich fiebert nicht mehr nur die Interessengemeinschaft diesem historischen Moment entgegen!

Smart City Studio meets Posthumus

Seit Kurzem macht der gute Posthumus sogar Station im Smart City Studio in den Gera-Arcaden. Die originale Figur – ausgeliehen vom „Rutheneum seit 1608“ – ist dort live zu bestaunen. Dazu gibt es einen großen Aufsteller mit der spannenden Frage: „Braucht Gera wieder ein Posthumus-Denkmal?" Auf dem Monitor laufen Bilder vom alten und künftigen Denkmal. Außerdem: eine Spendenbox und Flyer zum Mitnehmen. Einfach vorbeischauen und Teil der Geschichte werden. Alle Informationen zur Crowdfunding-Aktion unter gera-crowd.de

Hintergrund zum Posthumus-Denkmal

1863 wurde das Posthumus-Denkmal zu Ehren des Reußen-Sohnes errichtet, der sich erfolgreich um die Förderung der Wirtschaft und des Schulwesens bemühte. Bis 1958 stand die Statue des Posthumus auf dem Platz vor dem Gymnasium. Ein letztes Foto von Werner Schmidt, angefertigt aus einem Fenster aus der Schule blickend, zeigt den Reußen letztmalig auf seinem Sockel thronend.