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Erschienen in: Ausgabe Oktober 2017

Unser Herz klopfte, die Beine zitterten und wir schauten gebannt auf die große Bahnhofsuhr. Noch zwei Minuten! Dann kam der Moment, auf den wir uns schon seit Wochen gefreut hatten: unsere Begegnung mit Schülern unserer Partnerschule aus Perm. Ein kleines Abenteuer? Eine große Überraschung? „Sie sind da!“ rief eine unserer Lehrerinnen. Auf dieses Signal hatten wir alle gewartet, und so liefen wir alle hinauf zum Gleis. Mit jeder Treppenstufe stieg die Nervosität, aber auch die Neugier. Und da waren sie, unsere russischen Gäste! In diesem Moment fiel etwas Aufregung von uns ab, denn wir merkten, dass sie mindestens genauso nervös waren wie wir selbst. Nach ein paar organisatorischen Dingen fuhr jede Familie mit ihrem Gast nach Hause. Trotz Erschöpfung der Gäste nach der langen Reise war die Neugier beiderseits so groß, dass am ersten Abend noch bis spät in die Nacht erzählt wurde. Am nächsten Tag ging es für unsere Gäste zum ersten Mal in eine deutsche Schule. Sie nahmen am Unterricht ihrer Gastgeschwister teil, den sie mit Interesse verfolgten. Die Fachlehrer versuchten, den Unterricht für unsere Gäste so angenehm wie möglich zu gestalten. Nach der vierten Stunde gab es (wie an jedem Schultag) Mittagessen und danach begann das für sie vorbereitete Nachmittagsprogramm. Zunächst wurden sie von Frau Wallstabe offiziell in der Aula begrüßt. Von der musikalischen Umrahmung durch Herr Stielau an der Orgel waren die Gäste sichtlich beeindruckt, ebenso wie vom Tonstudio, das ihnen während eines Rundgangs durch die Schulhäuser von Herrn Müller gezeigt und erläutert wurde.

An anderen Nachmittagen standen Beispiels­weise ein Stadtrundgang, der Besuch des Stadtmuseums, ein Empfang durch unsere Oberbürgermeisterin, Frau Dr. Viola Hahn, und eine Besteigung des Rathausturms auf dem Programm. Die Gäste sahen sich auch das Otto-Dix-Haus an, besuchten Wünschendorf und kletterten begeistert zusammen mit uns, ihren Gastgeschwistern, im Kletterwald Gera. Am Samstag (16.09.) machten unsere Gäste gemeinsam mit ihren Gastfamilien und Frau Heidel einen Ausflug in das wunderschöne Erfurt. Da die meisten russischen Schüler noch nicht lange Deutsch lernen, waren sie froh, für die Übersetzung Anastasiia Mikhailova zur Seite zu haben, eine ehemalige Teilnehmerin am Austausch, die inzwischen in Dresden studiert. Anschließend hatten wir alle Freizeit, um unsere Landeshauptstadt auf eigene Faust zu erkunden. Der Sonntag wurde dann ganz individuell von jeder Gastfamilie gestaltet. So nutzten einige das schöne Wetter für einen Zoobesuch in Leipzig, andere besuchten das Altstadtfest in Jena oder sogar Dresden. Die Krönung unserer fast wie im Flug vergangenen Tage war unser Abschlussabend. Zunächst präsentierten wir unser Programm in russischer Sprache, das bei unseren Gästen auf große Begeisterung stieß. Danach verzauberten uns unsere Gäste mit ihrem liebevoll zusammengestellten Tanz- und Gesangsprogramm. Nach der feierlichen Übergabe der Teilnehmerurkunden an die russischen Gäste gab es Dankesworte, Blumen und Geschenke für die Gasteltern und die Organisatoren der Austauschbegegnung. Abschließend ließen wir uns unser leckeres Buffet schmecken und genossen unseren letzten gemeinsamen Abend. Am nächsten Morgen brachten wir unsere Gäste in aller Frühe zum Bahnhof, um sie zu verabschieden. Den meisten von uns fiel das sehr schwer, da uns die gemeinsame Zeit sehr zusammengeschweißt hatte. Aber die Aussicht auf ein Wiedersehen im nächsten Jahr in Perm erleichterte uns diesen „Abschied auf Zeit“.

Alles in allem kann man sagen, dass diese Austauschbegegnung nicht nur eine tolle Erfahrung und ein großes Abenteuer war, sondern dass wir vor allem neue liebe Freunde gefunden haben.

Anonym




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