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In der letzten Ausgabe habe ich mich mit der Besonderen Leistungsfeststellung befasst, die jeder Schüler, der ein Gymnasium in Thüringen oder Sachsen besucht, bestehen muss.

Doch was passiert eigentlich danach? Wenn man die BLF-Prüfung bestanden hat, gibt es zwei Möglichkeiten. Eine ist, dass man von der Schule abgeht und eine Ausbildung beginnt. Die andere Möglichkeit ist, dass man noch zwei weitere Schuljahre absolviert und abschließend die Abiturprüfung ablegt.

Wenn man sich dazu entscheidet, das Abitur zu machen, so muss man sich am Ende der 10. Klasse der Kurswahl stellen. In der 11. und 12. Klasse hat man die Möglichkeit, ein paar Fächer abzuwählen. Der Unterricht findet nicht mehr im bisherigen Verband statt, sondern die Konstellation der Schüler variiert bei den Unterrichtsfächern. Diese Unterrichtsfächer bezeichnet man dann auch als Kurse.

Es gibt pro Jahrgangsstufe 2-3 Stammkurse. Diese sind wie ein regulärer Klassenverband, den man bis zur 10. Klasse kannte. Im Stammkurs wird dann Deutsch, Mathe und meistens Englisch unterrichtet. In anderen Fächern hat man zusammen mit Schülern der parallelen Stammkurse Unterricht. Welche Kurse kann man in der 11. Klasse wählen? Es wird in eA- (erhöhtes Anforderungsniveau) und gA- (grundlegendes Anforderungsniveau) Kurse unterschieden. EA-Kurse werden vier Stunden und gA-Kurse zwei bzw. drei Stunden in der Woche unterrichtet.

Die Fächer werden in verschiedene Gruppen eingeteilt. Die Gesellschaftswissenschaften beinhalten Geschichte, Geographie, Sozialkunde und Wirtschaft/Recht. Physik, Chemie und Biologie gehören zur Gruppe der Naturwissenschaften. Ein neues Fach in der Oberstufe ist Informatik. Das ist eine technische Wissenschaft, die aber hier mit zu den Naturwissenschaften gezählt wird. Dieses Fach kann man nur als gA-Kurs belegen. Deutsch, Mathe und Englisch sind Fächer, die jeder Schüler belegen muss. Diese Fächer gibt es nur als eA-Kurse. Als nächstes muss sich jeder Schüler entscheiden, ob er Physik, Chemie oder Biologie als eA-Kurs bei den Naturwissenschaften belegt. Eine weitere Entscheidung bezüglich der eA-Kurse muss man bei den Gesellschaftswissenschaften treffen.

Als nächstes folgt die Wahl der Fächer mit grundlegendem Anforderungsniveau. Man muss sich zwischen Musik oder Kunst entscheiden und zwischen evangelischer bzw. katholischer Religion oder Ethik.

Verschiedene Varianten gibt es bei der zweiten Fremdsprache. Da wird Französisch, Latein, Russisch und Spanisch angeboten. Wenn ein eA-Kurs einer anderen Fremdsprache entsteht, die nicht Englisch ist, dann muss Englisch als eA-Kurs belegt werden. Eine große Auswahl gibt es auch bei den gA-Kursen der Naturwissenschaften. Dort entscheidet man sich zwischen Physik, Chemie, Biologie und Informatik. Normalerweise dauert ein gA-Kurs zwei Stunden in der Woche. Bei Informatik sind es allerdings drei Stunden, also eine wöchentliche Doppelstunde und eine 14-tägige Doppelstunde. Das liegt daran, dass in diesem Fach zwei verschiedene Stoffbereiche gleichzeitig unterrichtet werden. Als letztes folgt die Entscheidung eines gA-Kurses. Hat man bei der Gesellschaftswissenschaft mit erhöhtem Anforderungsniveau nicht Geschichte gewählt, dann muss man hier Geschichte als gA-Kurs belegen. Ist das allerdings nicht der Fall, darf man sich hier ein weiteres Fach heraussuchen, das man belegen möchte. Es besteht noch die Möglichkeit, dass ein Schüler ein zusätzliches Fach belegen kann, wenn seine Leistungen das zulassen. Dafür muss ein Antrag gestellt werden, doch es passiert sehr selten, dass ein Schüler diese Entscheidung trifft. Jeder Schüler erhält einen Schülerwahlzettel, auf dem er seine Wünsche bezüglich der Fächer kennzeichnen kann. Es wird dann geschaut, ob alle Kurse so zustande kommen, wie es sich die Schüler gewünscht haben. Manchmal existiert der Fall, dass es für ein Fach weniger als zehn Bewerber gibt. Dann kann dieser Kurs nicht zustande kommen, was bedeutet, dass sich die betroffenen Schüler umwählen müssen. Jeder Schüler muss insgesamt zwölf Fächer belegen (Seminarfach eingeschlossen).

Zusammenfassend kann ich aus eigener Erfahrung sagen, dass das auf den ersten Blick alles sehr kompliziert aussieht. Aber ich habe mich recht schnell zurechtgefunden und bin auch zufrieden mit der Wahl meiner Fächer. Der Unterricht am Haus 2 war anfangs ungewohnt, weil es nur noch Doppelstunden gibt. Das heißt, dass eine Unterrichtseinheit 1,5 Zeitstunden geht. Die 25- bis 35-minütigen Pausen sind gut, um gedanklich von einem Fach zum nächsten umzuschalten.

Von Klara Schimmel




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