Thüringer Verfassungsschutz und Rechtsextremismus

Der Thüringer Verfassungsschutz war am Mittwoch, dem 29. November 2011 zu Gast am Goethe Gymnasium/ Rutheneum seit 1608. Der Anlass: Das 12 Jahre lange Arbeiten des Neonazi- Trios aus Jena im Untergrund, scheinbar ohne Wissen des Thüringer Verfassungsschutzes. Wie arbeitet ein Verfassungsschutz? Wie ist es möglich, dass diese Rechtsterroristen solange unentdeckt blieben? Diesen Fragen stellte sich Herr Schulz vom Thüringer Landesamt für Verfassungsschutz den Schülerinnen und Schülern der Oberstufe und interessierten Kollegen des Goethe-Gymnasiums. Herr Schulz erläuterte uns die Stellung des Verfassungsschutzes in der Staatsorganisation, seine Aufgaben, wie zum Beispiel die Abwehr von Spionagetätigkeiten. Er zeigte wesentliche Unterschiede des Verfassungsschutzes zu anderen Staatsformen wie z.B. des MfS der DDR auf. Auch der Sachverhalt mit den V- Leute kam zur Sprache. Betroffenheit entstand bei Vielen als er die Entwicklung der rechtsextremen Szene in Thüringen und Gera darstellte, insbesondere Gera mit seinen zahlreichen Rechtsrockkonzerten. Herr Schulz zeigte uns Ursachen bzw. Motive auf, die Menschen bewegen könnten rechtsextrem zu werden. Auch das NPD - Verbot wurde angesprochen. Der Vortrag war sehr anschaulich und informativ, aber die Zeit für Diskussion und Fragen war viel zu knapp. Nicht immer hat Herr Schulz direkt auf unsere Fragen geantwortet. Irgendwie hatte man manchmal den Eindruck, dass er auswich. Vielleicht weil der Ermittlungsprozess noch im vollen Gange ist? Trotz allem muss man sagen, dass es insgesamt ein sehr interessanter und informativer Vortrag war. Vielen ist es wieder richtig bewusst geworden wie präsent diese Problematik des Rechtsextremismus auch in Gera ist. Nachdenklich haben wir diese Veranstaltung verlassen.

eA-Kurs Sozialkunde 11