Eine "schweinische" Deutschstunde

Am Freitag, dem 5. Oktober 2012, wurde in der zweiten Stunde auf dem Schulhof des Goethe-Gymnasiums nach dem Vorbild von Uwe Timms "Rennschein Rudi Rüssel" ein Schweinerennen ausgetragen. Natürlich nicht mit echten Schweinen! Acht Schüler und Schülerinnen der Klasse 6/3 hatten sich als Schweine verkleidet und trugen den Wettkampf aus. Außer den "Schweinen" gab es noch Trainer, die ihre "Schweine" kräftig anfeuerten. Erst zogen sich die Schweine um. Die meisten hatten sich Ohren, Rüssel oder Ringelschwänze gebastelt und sich rosa Strickjacken oder Jogginghosen angezogen. Dann trafen sich alle Schüler auf dem Schulhof. Während die letzten Schweine noch schnell die Knie- und Handschoner überzogen, die sie wegen der Verletzungsgefahr tragen mussten, lasen die beiden Schiedsrichter Lan Anh und Luise die Regeln vor. Die Schweine durften zum Beispiel nicht über die Linie der mit Kreide gezogenen Bahn treten, ansonsten würden sie disqualifiziert werden. Die Trainer durften auch nicht mit den Schiedsrichtern streiten, denn deren Entscheidungen galten immer. Die wichtigste Regel lautete: Alle Schweine müssen im Vier-Füßler-Gang rennen. Nachdem die Schiedsrichter die Regeln vorgelesen hatten, rannten die meisten Trainer zu dem Tisch, an dem die Notarin, Amely, saß, um sich den "Laufplan " anzusehen. Die beiden Schweine, die im ersten Lauf starten würden, Blondo und Turbolocke, holten ihre Startnummern ab und hefteten sie sich mit Hilfe der Trainer an den Rücken. Während die Besitzer sie vorstellten, stellten sich die Schweine an der Startlinie auf und nachdem die Schiedsrichter gepfiffen und das am Boden liegende Band hochgerissen hatten, ging es endlich los. Beide Schweine gaben alles, aber am Schluss gewann doch Blondo. Turbolocke erlitt ein paar Kratzer an den Händen. Nachdem die Schweine von der Bahn gebracht waren, startete das zweite Rennen mit Sauron und Bella. Nach der Vorstellung stellten sich die beiden Schweine ebenfalls auf. Kein Augenzwinkern später rasten die Beiden die Bahn entlang. Bella gewann, Sauron wurde disqualifiziert. Das Räumen des Platzes ging ziemlich schnell vonstatten, sodass Rennen Nr. 3 schnell beginnen konnte. Rasch wurden die Startnummern festgesteckt, Plakate in die Luft gehalten und Sprüche zum Anfeuern gerufen. Es lief Schlammi Schwein gegen Rennschwein Susi Sausewind. Schon ertönte der Pfiff und die Schweine hechteten los. Bei der Wendung am Ende der Bahn gewann Schlammi ein bisschen Vorsprung und entschied das Rennen damit für sich. Die beiden Schweine machten Platz für die letzten beiden Teilnehmer, Rose und Peggi. Den Pfiff der Schiedsrichter konnte man kaum hören, so laut war es. Während die Schweine die Bahn entlang krabbelten, bemühten sich die beiden Sportreporterinnen Alina und Emily verzweifelt, ihre bereits zurechtgelegten Kommentare in die Menge zu schreien. Man verstand allerdings kein Wort. Dann war das Rennen schon vorbei. Rose hatte mit knappem Vorsprung gewonnen. Nun musste ausgelost werden, wer im nächsten Rennen gegeneinander laufen sollte. Die erste Auslosung: Rose gegen Bella. Für den zweiten Lauf blieben nur noch Schlammi und Blondo übrig. Nun brach der Tumult los. Die Bild-Reporterin Paula T., die sich bisher im Hintergrund gehalten hatte, begann wie verrückt zu knipsen. Die Besitzer hörten den Pfiff schon nicht mehr, die Schweine aber schon: Sie liefen los, als würde es um ihr Leben gehen. Das Rennen war schnell entschieden: Bella hatte gewonnen. Nun, im zweiten Lauf wuchs die Lautstärke noch mehr. Selbst Schlammi und Blondo bekamen den Pfiff kaum mit. Trotzdem sprangen beide pünktlich von der Linie und und sprinteten los. Kaum ein paar Sekunden später hechtete Blondo als Erster über die Ziellinie. Jetzt würde Rose gegen Schlammi Schwein laufen, um den dritten Platz zu bestimmen. Wegen der Verletzungsgefahr wurde beschlossen, dass die Schweine auf zwei Beinen laufen mussten. Deswegen ging das Rennen schneller vorbei und der Sieger, Schlammi Schwein, trabte strahlend aus dem Ring. Schließlich wurde das Finale zwischen Blondo und Bella ausgetragen, ebenfalls auf zwei Beinen. Die Spannung wuchs und dannů der Pfiff! Die Beiden rannten los, so schnell es ging, aber in der Kurve hatte Blondo Zeit gewonnen und entschied das Rennen für sich. Kaum gerannt, schon wurden Blondo, Bella, Schlammi und Rose zum aufgezeichneten Siegerpodest geführt. Blondo bekam seine Urkunde sofort von dem Siegerehrungskomitee, das aus Paula F. und Valentin bestand, überreicht. Die anderen mussten bis Montag warten, denn Valentin hatte den Schlüssel seines Schließfaches verloren, in dem sich die anderen Urkunden befanden. Das Schweinerennen war viel zu schnell zu Ende und die meisten "Schweine" gingen sich umziehen, manche halfen den anderen beim Aufräumen. Gut gelaunt ging die Klasse wieder nach oben. Das Schweinerennen war ein voller Erfolg und kurz darauf Thema eines Aufsatzes.

Clara Teichmüller Klasse 6/3