Otto Dix - Deutsch-Französisch neu interpretiert

Von Anna Grünhardt und Tobias Hohberg (12 m)

Im Rahmen des deutsch-französischen Schüleraustauschs vom 14.-22.11. zwischen den Städten Amiens und Gera beschäftigten sich die Schüler mit dem Geraer Künstler Otto Dix. Neben einem Besuch im Otto-Dix-Haus und einem interessanten Vortrag der Kunstlehrerin Frau Wallstabe stand auch die interessante Arbeit an verschiedenen Projekten im Mittelpunkt. So war es Teil unseres Workshops, das bekannte Dix-Gemälde "Bildnis der Eltern", welches seine Eltern auf dem heimischen Sofa zeigt, neu zu interpretieren. Otto Dix' Slogan "Das Innere spiegelt das Äußere wieder" sollte besondere Beachtung geschenkt werden. Eine große Frage war, ob denn eine Fotografie ebenso viele Gefühle vermitteln kann wie ein Gemälde. Die Schüler versuchten es und kamen zu dem Ergebnis, dass ein Foto fast genauso die Emotionen der dargestellten Personen übermitteln kann und auch die gesellschaftlichen Aspekte der Zeit wieder spiegelt.
In den anderen Workshops setzten sich die Schüler des Austauschs ähnlich kreativ mit den Gemälden Otto Dix' auseinander, indem sie Ausschnitte seiner Bilder vervollständigten beziehungsweise sein Großstadt-Triptychon neu erfanden.

Von Luisa Klackow (11/1)und Laura Brandt (12 m)

Wir waren sehr aufgeregt als der Donnerstag näher rückte. Denn dies war der Tag, an dem die französischen Austauschschüler nach Gera kamen. Dieser Austausch zwischen der französischen Stadt Amiens in der Picardie und dem Goethe-Gymnasium / Rutheneum findet jedes Jahr statt. Sonst haben wir nicht viel von dem Austausch mitbekommen, doch dieses Jahr erlebten wir ihn hautnah mit. Nach der Ankunft am Donnerstagabend ging es am Freitag gleich mit einem gefüllten Programm los. Wir besuchten das Otto-Dix-Haus und wählten uns in Workshops ein zum Thema "Otto Dix - neu interpretiert".

Das Wochenende ist dafür vorgesehen, etwas in den Gastfamilien zu unternehmen und wir entschieden uns, in die Kulturstadt Weimar zu fahren. In der nächsten Woche wurde auch viel unternommen, z.B. fuhren wir nach Leipzig, hatten einen schönen Abend mit Volleyball und echten Thüringer Rostbratwürsten und bestiegen den Rathausturm. Die restliche Zeit verbrachten wir damit, im Projekt zu arbeiten und am Unterricht teilzunehmen.

Die Woche verging wie im Fluge und wir waren sehr traurig, weil unsere Corres schon am Freitag wieder gehen mussten. Aber wir können uns auf ein baldiges Wiedersehen im April freuen, wenn wir für 8 Tage nach Amiens fahren.

Von Christin Busse (deutsche Fremdsprachenassistentin an der französischen Partnerschule)

Einführend zu unserem Otto Dix Projekt hörten wir einen Vortrag zum Leben Otto Dix' von Frau Wallstabe und besuchten das Otto Dix Haus hier in Gera, wo wir viele Gemälde vom großen Künstler im Original bestaunen konnten. Dadurch bekamen wir einen intensiven Eindruck seines Wirkens. Im Anschluss versuchten wir selbst seine Werke neu zu interpretieren. Die Leitsätze hierbei waren "Trau deinen Augen!" und "Das Äußere spiegelt das Innere wieder" So ging es im Fotoworkshop darum, Personen (Freunde, Familie, ) abends um 9 in Gera zu fotografieren. Anhand ihrer Mimik, Gestik, dem Hintergrund und zusätzlicher Objekte versuchten wir die jeweilige Persönlichkeit darzustellen. Hierbei entstanden viele beeindruckende Ergebnisse.

Während des deutsch-französischen Austauschs herrschte eine neugierige, aufgeschlossene und fröhliche Stimmung. Es wurde uns ein interessantes Kulturprogramm in Gera sowie in Leipzig geboten. Ich persönlich freue mich über das große Engagement der deutschen Schüler, das sie ihren französischen Gästen entgegenbrachten. Und trotz eines vollen Stundenplans bemühten sich alle, ihren Corres den Aufenthalt hier in Gera zu einem unvergesslichen Erlebnis mit vielen schönen Erinnerungen werden zu lassen.