Eine kreative Unterrichtswoche auf dem Kunsthof in Friedrichsrode

Am 14. Februar trafen wir uns um 9.40 Uhr vollbepackt am Hauptbahnhof Gera. In Begleitung von Frau Merkel und Frau Wallstabe sollte es nun eine Woche lang in den Kunsthof Friedrichsrode gehen, wo wir unsere künstlerischen Fähigkeiten unter Beweis stellen wollten. Nach ca. zwei Stunden Zugfahrt und einem kleinen 6km-Fußmarsch durch waldreiches Hügelland fanden wir uns in einem abgelegenen, gemütlichen ,,Funkloch" wieder, wo unser Gepäck bereits auf uns wartete und in welchem wir sogleich leckeren Kuchen und heißen Tee und Kaffee bekamen. Zur allgemeinen Erleichterung war die Zimmeraufteilung schnell geklärt und es konnte schon mit dem Zeichnen erster Skizzen begonnen werden. Es dauerte jedoch nicht lange, bis es dunkel wurde, und so neigte sich der erste Tag schon relativ schnell dem Ende. Nach dem Abendbrot, einem Spaziergang auf den "Telefonberg" (ein allabendliches Ritual), einer kleinen Runde Schach, einer Runde ,,Ribbel-Tippel" (einer guten Idee von Fr. Wallstabe) und anderen Brett- und Kartenspielen, fielen wir alle in die Betten mit der Frage im Kopf, was wohl in den nächsten Tagen auf uns zukommen würde. Am nächsten Morgen gab es zur Begeisterung aller Anwesenden um acht Uhr ausgiebig Frühstück. Mit den Gedanken bei unseren lieben Mitschülern, welche bereits in der Schule waren, saßen aber auch wir schon kurze Zeit später wieder in einer Werkstatt an unseren Skizzen, unter anderem für einen Linolschnitt. Vielleicht verging der Rest der Woche so schnell, weil es immer etwas zu tun gab. Am Dienstag zeichneten wir, schnitten an unserem Linolschnitt und einige druckten sogar schon mit der Technik "Aqua-Tinta". Mittwoch versuchten wir uns an der "Verlorenen Platte", einer Drucktechnik mit Linolschnitt. Am Abend töpferten einige von uns, während andere Kissen webten. Der Donnerstag sollte dann auch noch gut genutzt werden. Wir filzten, zogen Kerzen, töpferten und waren am Ende im Besitz eines selbst gedrehten Seils und einiger gewebter Kissen (Marke Eigenbau). Außerdem begaben wir uns auf eine kleine Wanderung, um Feuerholz für unser lang ersehntes Lagerfeuer zu sammeln. Nach einer zweistündigen Suche nach brauchbarem Feuerholz, versuchten wir bei nasskaltem Winterwetter verzweifelt, den Berg aus Zeitungspapier, Pappe und Ästen in Brand zu setzen. Hierbei entpuppte sich Frau Wallstabe als Feuerteufel und als die Flammen endlich aufloderten, stellte nicht nur Frau Merkel ihre musikalischen Fähigkeiten unter Beweis. Als das Feuer verloschen war (und nach einem kleinen Malheur mit einem Fön und einer Steckdose), legten wir uns alle mit einem guten Gefühl und einer leichten "Rauchvergiftung" ins Bett. Als es am Freitagmorgen ans Packen der Koffer ging, zeigte keiner so richtige Lust, nach Hause zu gehen. Auch das Gruppenfoto, vor dem sich manche gerne gedrückt hätten, änderte nicht sonderlich viel an dieser Tatsache. Als wir dann aber Gera erreichten, freuten wir uns doch ein wenig über den herzlichen Empfang unserer Eltern, auch wenn dies das Ende einer sehr schönen Woche mit viel Kreativität und Freude bedeutete. Bedanken möchten wir uns bei Frau Wallstabe für diese wunderschöne Woche mit viel Spaß und neuen Erfahrungen und bei Frau Merkel, die das Lagerfeuer mit ihren musikalischen Ideen zu einem unvergesslichen Erlebnis gemacht hat.
Lara Jähring, Klasse 8/2