2324 m - und noch höher...

14. Geraer-Hüttentour des "Goethe-Gymnasiums/Rutheneum seit 1608 Gera"
vom 09.08. - 13.08. 2010

Einzigartige Ausblicke, gemütliche Hüttenabende, zerklüftete Felsen und viel Spaß beim Wandern - so erlebten 13 Schüler des Rutheneums der Klassen 8 bis 13 mit ihren Betreuern (Matthias Bauer, Kerstin Hensel und Thomas Heinzl) die Tiroler Bergwelt. Nach fünfstündiger Fahrt am Montag, dem 9. August, stand die Gruppe bereits vor der ersten Herausforderung, dem Aufstieg zur "Geraer Hütte", von der Touristenrast am Ende des Valsertales bis auf 2324m Höhe. Dabei zog sich das Teilnehmerfeld ganz schön auseinander, aber es ging ja nicht um Sieg und Platz, sondern um das Erreichen des Ziels: die urig gemütliche Hütte! Nachdem sich alle in der ersten Nacht in den Matratzenlagern von den Strapazen des Aufstiegs erholt hatten, stand am zweiten Tag die Tour zur "Alpeiner Scharte" und bis zum geografischen Höhepunkt auf 3000 m an. Schnee und Geröll erschwerten den Aufstieg. Was am Vortag als Hindernis erschien, wurde am nächsten Tag zum Klettererlebnis, als die Gruppe den Gletscherrand des Olperers erklomm. Die durch das Eis geschliffenen Felsen eigneten sich perfekt zum Klettern, sodass man bis auf 2870m vordringen konnte. Die unendlichen Weiten und beeindruckenden Ausblicke hinterließen bei den Schülern bleibende Erinnerungen. Das bis dahin schöne Wetter schlug in der Nacht zum Donnerstag in strömenden Regen um, welcher bis zum Mittag anhielt. Langeweile kam aber aufgrund von Kartenspielen, einer Führung durch das Hüttengelände und einem Vortrag über die Geschichte des Molybdänbergwerkes, den René Lanthaler, der Sohn des Hüttenwirts, den jungen Gerschen präsentierte, nicht auf. Am Nachmittag spielte dann auch das Wetter wieder mit und so konnten die Gymnasiasten die Wanderung zum "Steinernen Lamm" antreten. Auf einem Umweg zurück zur Hütte sorgte ein Schneefeld, welches man mittels Mülltüten hinabrodelte, für großes Gaudi und nasse Wandersocken. Diese waren aber bis zum nächsten Morgen längst wieder getrocknet. Und das war gut so, denn man benötigte sie noch ein letztes Mal zum Abstieg von der Hütte bis zum Busparkplatz. Freitag dem 13. zum Trotz verlief die Rückfahrt ohne besondere Zwischenfälle, sodass man gegen 19.00 Uhr müde, aber noch völlig erfüllt von den Erlebnissen einer wunderschönen Woche, in Gera ankam. Herzlicher Dank gilt den Betreuern, dem Busfahrer Herrn Heinzl, der Familie Lanthaler auf der Geraer Hütte, dem DAV, Sektion Gera sowie Herrn Weise vom AVS Autohaus Scholz, die auch dieses Jahr wieder den Jugendlichen eine wunderschöne Tour ermöglichten.

Corinna Müller, Lukas Hauser, Klasse 11m

Bildunterschrift:

Die Wandergruppe des Rutheneums am Rande des Olperer Gletschers auf 2870m Höhe. (Foto: Rutheneum)