Einmal Medienkunde anders, bitte!

Bericht von Lisa Lotte Kahn (5/3) über eine etwas andere Stunde Medienkunde

Am 26. 3. 2010 hatten wir wie jeden Montag in der dritten Stunde Medienkunde. Doch anstatt eine dreiviertel Stunde lang im langweiligen Klassenraum zu sitzen, haben wir einen interessanten, kleinen Ausflug in die Druckerei schräg gegenüber unserer Schule gemacht. Dort wurden wir von Herrn Dr. Frank freundlich empfangen, der uns durch die Druckerei führen wollte. Doch zuerst machte er uns auf das Gebäude selbst aufmerksam: "Das Haus", sagte er, "ist, wie ihr seht, schräg gebaut, da es auf diesem Hügel steht. Deshalb müssen wir in den 2. Stock steigen, um unsere Besichtigung zu beginnen. Früher war dieses Haus hier ein Wohnhaus." Oben angekommen sind wir in einen Raum gegangen, in welchem uns der erste Schritt zur Herstellung einer Verpackung erklärt und gezeigt wurde. Diese Druckerei stellt nämlich Verpackungen her. In diesem Raum saß ein Mann mit der Berufsbezeichnung "Mediengestalter" an einem Computer. Der Mediengestalter erstellt die ersten Entwürfe der Verpackungen am Computer. Dabei kommt es vor, dass manche Kunden ganz konkrete Vorstellungen von der gewünschten Verpackung haben und manche Kunden der Druckerei freie Hand lassen. Die Entwürfe werden dann mit dem Kunden abgestimmt. Ist der Kunde mit dem Entwurf einverstanden, wird dieser an die nächste Station geschickt. Deshalb gingen auch wir nun einen Gang entlang, um in einem weiteren Raum von einer Frau die nächste "Lektion" erteilt zu bekommen. Hier wurde der Entwurf mit Hilfe von bis zu vier Farbrollen auf Folie gedruckt. Die Folie war übrigens sehr groß. Nun wurde sie in einen kleineren Raum gebracht, in welchem eine kleine Maschine mit einem schwarzen Vorhang stand. Die Folie wurde auf eine Platte in dieser Maschine gelegt und mit einer durchsichtigen Platte abgedeckt. Dann wurde der schwarze Vorhang um die ganze Konstruktion gezogen und die Frau erklärte uns: "Nun wird die Folie mit UV- Licht bestrahlt, deshalb dürfen wir da nicht rein gucken." Doch als es fertig war, durften wir die Folie mit einer Lupe inspizieren, um festzustellen, dass da viele kleine, gleichmäßige Hügelchen waren. Jetzt ging es eine Etage weiter runter. Dort wurde die Folie auf Papier gedruckt - mit Farbe, versteht sich. Für jede Farbe gab es eine "Hügelmaschine", das sah jedenfalls so aus. Hier durften wir wieder mit der Lupe einen Blick auf die nun bunte Pappe werfen. Dann ging es aber auch schon weiter. Wir marschierten zu einer Stanzmaschine. Dort wurde, wie der Name es schon sagt, alles, was später einmal eine Verpackung werden sollte, gestanzt. Jetzt hieß es ab zum letzten Schritt! Bei der Klebemaschine verfielen alle in Staunen: Hier wurden sensationelle 3 Packungen in einer Sekunde geklebt! Überraschend für uns war, dass die Mitarbeiter die fertigen Verpackungen selbst in Kartons packen mussten. Das hätte ich nicht gedacht, bei den vielen Maschinen! Schließlich gingen wir wieder nach unten und durften uns noch eine Tüte mit einem Zettelblock und einem Notizblock nehmen. Das war wirklich eine gelungene Unterrichtsstunde. Zum krönenden Abschluss durften wir auch noch im Regen zurück zur Schule laufen! Na ja, es war ja zum Glück nicht so weit.