2,7 Millionen Euro für neuen Campus des Goethe-Gymnasiums in Gera

Das traditionsreiche Goethe-Gymnasium/Rutheneum in Gera erhält eine satte Finanzspritze in Höhe von 2,7 Millionen Euro. Mit der Förderung aus dem Bundesprogramm "Nationale Projekte des Städtebaus 2015" will die Schule ihre Erweiterung zum "Campus Rutheneum" finanzieren.


Gera. Gera ist damit eines von zwei Projekten aus Thüringen, das in das Bundesprogramm ‚Nationale Projekte des Städtebaus 2015' aufgenommen wird, teilte das Büro des SPD-Bundestagsabgeordneten Steffen-Claudio Lemme aus dem Bundesbauministerium mit.

"Ich freue mich, dass unser Campus Rutheneum zu den 46 Nationalen Projekten des Städtebaus gehört, die aus 168 Projektvorschlägen ausgewählt wurden. Es ist ein wichtiger Etappenerfolg für unsere Stadt nach drei Jahren intensiver gemeinsamer Arbeit mit dem Freistaat, dem Stadtrat und dem Förderverein des Gymnasiums", wertete Geras Oberbürgermeisterin Viola Hahn (parteilos) die Förderzusage. Das Goethegymnasium/Rutheneum seit 1608 mit seinen Musikspezialklassen und dem weltweit gefeierten Konzertchor brauche zeitgemäße Lern- und Lehrbedingungen.

Das Gymnasium ist gegenwärtig auf zwei Standorte in der Geraer Innenstadt aufgeteilt, wobei der Schulgebäude Nicolaiberg Gera sanierungsbedürftig ist. Hier sind einige Räume bereits seit vielen Jahren gesperrt. Das Campus-Projekt sieht vor, dieses Schulgebäude aufzugeben und das Gymnasium am Standort Johannisplatz/Burgstraße zusammenzuführen. Dazu soll ein Plattenbau, der gegenwärtig freigezogen wird, abgerissen werden; er weicht einem neuen Funktionsgebäude. Ebenso beinhaltet das Vorhaben die Sanierung des ehemaligen reußischen Regierungsgebäudes.

Neben Gera soll die Residenzstadt Gotha für die denkmalpflegerische Sanierung der Gartenstadt "Am Schmalen Rain" 700.000 Euro Bundesmittel erhalten.

Gefördert werden bundesweit 46 Projekte, insbesondere Denkmalensembles von nationalem Rang (z.B. Unesco-Welterbestätten) und bauliche Kulturgüter mit außergewöhnlichem Wert, sowie die energetische und altersgerechte Erneuerung im Quartier sowie Maßnahmen zu mehr "Grün in der Stadt".

Der Bund fördert die Maßnahmen mit zwei Drittel, die Kommune muss ein Drittel der Kosten aufbringen. Bei Kommunen in Haushaltsnotlage beträgt der Eigenfinanzierungsanteil maximal 10 Prozent der Investitionssumme.

Für das Programm "Nationale Projekte des Städtebaus" hat das Bundesbauministerium 2014 erstmals 50 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Das Programm wurde 2015 fortgeführt. Zusätzlich zu den 50 Millionen stehen 2015 für das Programm weitere 100 Millionen aus dem Zukunftsinvestitionsprogramm des Bundes zur Verfügung - also insgesamt 150 Millionen Euro.
Bildunterschrift
Panorama des angedachten Campus Rutheneum. Foto: Bernd Krekel