Geraer Gymnasiasten hinterfragen die Arbeit im Landtag kritisch

Die 10. Klassen des Goethegymnasium/Rutheneum seit 1608 besuchen den Landtagspräsidenten Christian Carius und stellten konkrete Fragen.


Erfurt. Wenn Schülern genug zu wenig ist, wollen sie Politik aus erster Hand erfahren. Diese Chance nutzten die Zehntklässler des Rutheneums im Rahmen der politischen Bildung und besuchten den Thüringer Landtag als außerschulischen Lernort. Zu Beginn wurden die Schulklassen mit dem Landtag, seinen Regeln, seinem Ablauf zu Plenarsitzungen und Aufgaben der Abgeordneten vertraut gemacht. Als elementares Ziel dieser Exkursion stand aber die politische Wirklichkeit vor Ort zu hinterfragen, soziale Erfahrungen in der Gruppe und in neuen unbekannten Situationen durch Realerfahrungen zu ergänzen. Dazu diente im Auftakt eine intensive Gesprächsrunde mit dem Landtagspräsident Christian Carius. Offen stellte er sich den aktuellen politischen Fragen zur Asylpolitik, der Verkehrspolitik, wie zum Beispiel der Stadtbahnlinie 4 und der Bildungspolitik. Die Nachfrage um den Ist-Stand des Campus-Baus, sowie der Erhalt des Theaters lagen den Schülern besonders am Herzen.

Die Begegnungen mit Abgeordneten des Landtags war ein weiterer Bestandteil des Besuchs. So gelang den Schülern der Einblick in eine lebendige Darstellung der sonst eher "drögen" Institutionenkunde, der es ihnen ermöglichte, sich tiefgründig und selbstbestimmt aktuelle Tagespolitik zu erschließen.
OTZ / 14.07.15
Bildunterschrift
Eine Schulklasse lauscht im Thüringer Landtag den Debatten. Foto: Alexander Volkmann