Über 6000 Euro kommen 2015 von der von Wiese-Stiftung

Projekte an Schulen und von der ­sozialen Jugendhilfe werden gefördert. Außerdem sind 300?Euro Preisgeld für die Jahrgangsbesten der Geraer Schulen eingeplant.


Gera. Die Von Wiese-Stiftung Gera wird in diesem Jahr 6161,40 Euro ausschütten. Darüber informierten gestern der Vorstandsvorsitzende der Stiftung, Bürgermeister Kurt Dannenberg (parteilos), und Vorstandsmitglied Dirk Fehrensen.

Die Stiftung fördert die schulische und berufliche Ausbildung in den Schulen und Gymnasien der Stadt sowie darüber hinaus Projekte der sozialen Jugendhilfe. Mit dem Von Wiese-Preis werden traditionell die besten Absolventen der Schulen für herausragende Leistungen geehrt, wofür 300 Euro Preisgeld zur Verfügung stehen. Jeweils 2000 Euro werden für Maßnahmen bereitgestellt, die vom Staatlichen Schulamt Ostthüringen oder vom Jugendamt der Stadt Gera vorgeschlagen werden sowie 400 Euro auf Antrag des Fachdienstes Bildung der Stadtverwaltung.

961,40 Euro erhält der Förderverein des Goethegymnasiums/Rutheneum seit 1608 als vertraglich vereinbarte, variable Zuwendung.

Eine Zuwendung in Höhe von 500 Euro kommt der Tabaluga Grundschule in Bieblach-Ost zugute. Dort soll ein Sonnenschutz für den Sandkasten im Freigelände der Schule angeschafft werden.

Die Stiftung verdankt Georg?Walter Vincent von Wiese (1769 bis 1824) ihre Existenz. Der reußische Staatsmann war kinderlos geblieben. Als Vizekanzler der Gesamtregierung vertrat er die Reußen auf dem Wiener Kongress 1815, wo er die Unabhängigkeit der Kleinstaaten vom Heiligen Römischen Reich erfolgreich verteidigte.

Seit 1816 war Wiese Mitglied des Frankfurter Bundestages und wurde 1822 Geheimer Rat und Kanzler der reußischen Gesamtregierung. Nach ihm ist die Wiesestraße im Geraer Stadtteil Debschwitz benannt.

Das Grundstockvermögen der Stiftung besteht aus 22?Grundstücken in Debschwitz. Seit 2003 reichte sie insgesamt 67?900 Euro aus, darunter auf der Grundlage eines vor zehn Jahren geschlossenen Vertrages 27?500 Euro an den Schulförderverein des Goethegymnasiums/Rutheneum seit 1608.

Im Vorjahr erhielt die Grundschule "Saarbachtal" in Scheubengrobsdorf 500 Euro zur Anschaffung eines modernen Standherdes mit Cerankochfeldern. Sein Einsatz dient zur Umsetzung des anerkannten Kneipp-Konzeptes der Schule.

Neue Förderanträge können von jeder Person an die Stiftung, an den Vorstandsvorsitzenden, Bürgermeister Dannenberg, an die Stadt Gera, an HerrnFehrensen im Dezernat Soziales oder an das Staatliche Schulamt Ostthüringen, Herrn Seitz, gestellt werden. Aktueller Einsendeschluss für diese Anträge ist der 1.?Juni 2015.

OTZ / 21.04.15 / OTZ
Bildunterschrift
Das heutige Teil-Schulgebäude. Für den Campus Goethegymnasium/Rutheneum seit 1608 in Gera soll das Regierungsgebäude saniert und mit einem Neubau auf der Abrissfläche des jetzigen Wohnblocks Reichsstraße 1a und b ergänzt werden. Neues Fertigstellungsziel ist nun 2017. Foto: Sylvia Eigenrauch