Projekt Campus Goethegymnasium Gera wird fortgeführt

Grundsatzbeschluss im Stadtrat


Gera. Das Projekt Campus Goethegymnasium/Rutheneum seit 1608 mit einer ganzheitlichen Lösung am Standort Johannesplatz soll unter Nutzung aller möglichen Förderprogramme fortgeführt werden. Dabei soll der finanzielle Eigenanteil der Stadt so gering wie möglich gehalten werden. Auf diesen Grundsatzbeschluss einigten sich mehrheitlich die Geraer Stadträte in der Sitzung am Donnerstagabend.

Das zweigeteilte Gymnasium - derzeit mit einem Gebäude am Johannesplatz und einem baufälligen Gebäude am Nicolaiberg - soll bis 2017 zusammengeführt werden. Erste Schritte sollen 2015 erfolgen. Wesentlicher Bestandteil für den neuen Standort ist, das Reußische Regierungsgebäude, das seit mehreren Jahren leer steht, dafür zu sanieren. Zudem sollen der Rückbau der Reichsstraße 1a/b und der Neubau Turnhalle als weiteres Teilprojekt zügig vorbereitet werden.

Anfang der Woche hatte der Freistaat die Frist ein weiteres Mal verlängert. Bis 2017 muss die Stadt das Vorhaben realisieren. Wobei immer noch Unklarheit darüber herrscht, wie dieses Projekt tatsächlich finanziert werden soll. Derzeit wird mit Kosten von 22 Millionen Euro gerechnet.

Dürfen wir hier heute nur Hoffnung beschließen? - wurde daher auch kritisch in der Stadtratssitzung gefragt. Auf Antrag der Linken wurde der Grundsatzbeschluss dann auch ergänzt: Die Oberbürgermeisterin wird beauftragt, eine quartalsweise Berichterstattung des Campus-Beauftragten im zuständigen Fachausschuss zum Stand der Umsetzung des Beschlusses sicher zu stellen. Und noch eines wurde ergänzt: Der Grundsatzbeschluss setzt keine Prioritäten hinsichtlich des Schulbauprogramms. Der Campus-Neubau darf nicht zulasten anderer Schulen gehen, denn viele von ihnen wie Ostschule oder Zabelgymnasium haben ebenfalls Sanierungsbedarf.

OTZ / 22.11.14 / OTZ
Bildunterschrift
Schüler, Lehrer und Eltern drängen auf 2016. Für den Campus Goethegymnasium/Rutheneum seit 1608 in Gera soll das Regierungsgebäude saniert und mit einem Neubau auf der Abrissfläche des jetzigen Wohnblocks Reichsstraße 1a und b ergänzt werden. Foto: Sylvia Eigenrauch