Goetheschul-Campus als Chance für Gera

Landeskonservator Holger Reinhardt und OB Viola Hahn erörtern aktuelle Fragen des Denkmalschutzes in Gera

Für den Campus Goethegymnasium/Rutheneum seit 1608 in Gera soll das Regierungsgebäude saniert und mit einem Neubau auf der Abrissfläche des jetzigen Wohnblocks Reichsstraße 1a und b ergänzt werden. Für den Campus Goethegymnasium/Rutheneum seit 1608 in Gera soll das Regierungsgebäude saniert und mit einem Neubau auf der Abrissfläche des jetzigen Wohnblocks Reichsstraße 1a und b ergänzt werden. Gera. Der Campus Rutheneum ist nach Ansicht von Thüringens Landeskonservator Holger Reinhardt und Geras Oberbürgermeisterin Viola Hahn eine Chance, das ehemalige reußische Regierungsgebäude mit neuem Leben zu füllen und den gegenwärtigen städtebaulichen Missstand zu überwinden. Die Einordnung des Hauses in das Goethegymnasium/Rutheneum seit 1608 sei für die Stadt Gera alternativlos. Das Land Thüringen hatte das Gebäude der Stadt übereignet und OB Hahn Anstrengungen zur Aufstellung eines Finanzkonzeptes in Gang gesetzt. Der Landeskonservator sieht die Entwicklung des Campus als mögliche Rettung der städtebaulichen Situation, bedauert jedoch die zu erwartenden Verluste im Innenbereich des barocken Kulturdenkmales aus Gründen des Brandschutzes. Zur Entwicklung des ehemaligen Wismut-Krankenhauses wurde die Schwierigkeit der Nach- und Umnutzung erörtert. Der Klinikkomplex stelle eine einzigartige Bauaktion der Wismut dar. Das Landesamt für Denkmalpflege empfehle eine Klärung der städtebaulichen Ziele im Vorfeld eines förmlichen Verfahrens und eine Bauleitplanung. Holger Reinhardt informierte, dass das Landesamt für Denkmalpflege eine Bestandserfassung der Freiräume erarbeiten werde und bat die Stadt um Mitwirkung. Der Landeskonservator hob die Bedeutung der Stadt Gera innerhalb Thüringens für die Frage zum denkmalpflegerischen Umgang mit Kulturdenkmalen hervor. Gera war in diesem Jahr Gastgeber der Arbeitsgruppe städtebaulicher Denkmalschutz der Landesdenkmalpfleger der Bundesrepublik Deutschland, die mit einer positiven Resonanz zur lokalen Denkmalpflege in Gera stattfand. Hier waren vor allem die baulichen Zeugnisse der DDR-Architektur Gegenstand der Betrachtung. Aktuell sieht der Landeskonservator im Zusammenhang mit der Erarbeitung des Integrierten Stadtentwicklungskonzeptes Abstimmungsbedarf auch zu den Belangen der Denkmalpflege. Schwerpunkte sind bereits gesetzt, wie das Schloss Osterstein, das Wohnen im Stadtzentrum oder das Rutheneum. 19.11.13 / OTZ
Bildunterschrift
Für den Campus Goethegymnasium/Rutheneum seit 1608 in Gera soll das Regierungsgebäude saniert und mit einem Neubau auf der Abrissfläche des jetzigen Wohnblocks Reichsstraße 1a und b ergänzt werden.