Konzertchor des Goethegymnasiums/Rutheneum seit 1608 geht auf Reisen

Der Konzertchor des Goethegymnasiums/Rutheneum seit 1608 verbringt die erste Osterferienwoche in Ungarn. In Budapest treten die jungen Talente beim 14. Internationalen Chorwettbewerb an und wollen sich an die Spitze singen.

Gera. Letzten April Gardasee, diesen März Budapest: Die Schüler des Goethegymnasiums/Rutheneum seit 1608 kommen herum. Aber ihr Ziel sind weniger die Sehenswürdigkeiten als die Konzertsäle. Denn nach dem sehr guten Auftritt beim Internationalen Chorwettbewerb 2012 in Riva del Garda wollen sich die Gymnasiasten jetzt wieder an die Weltspitze der Jugendchöre singen. Zum vierten Mal nimmt der Konzertchor des Rutheneums am Internationalen Chorwettbewerb in Ungarns Hauptstadt Budapest teil. Für die Schule ist Budapest auch ein bisschen wie eine Rückkehr zu den Wurzeln: 1995 eroberten die jungen Geraer Talente hier erstmals eine internationale Bühne. "Das war für uns eine Premiere, in die wir ziemlich blauäugig gegangen sind", erinnert sich Rainer Müller, Leiter der Musikspezialklassen. Am Ende holten die Geraer überraschend Gold. Nach Teilnahmen 1997 und 1998 sangen sie sich auch 2005 wieder ganz nach vorn. "Das wollen wir gern wiederholen", gibt Müller die Richtung vor. 58 Schüler im Alter zwischen 16 und 19 Jahren sowie Chorleiter Christian Frank, Benjamin Stielau und Stimmbildnerin Karolin Zeinert reisen vom 24. bis 28. März nach Budapest. Nach der zwölfstündigen Anfahrt im Bus erwartet sie am Montag die Stellprobe und am Dienstag der Wettbewerb. Die Geraer treten in der Kategorie gemischter Jugendchor an und sind neben dem Jugendchor der sachsen-anhaltischen Landesschule Pforta die einzigen Deutschen in ihrer Kategorie. Der Wettbewerb sei sehr international besetzt, meint Rainer Müller . Sänger und Sängerinnen aus Schweden, Tschechien, Südafrika, Russland, China, Indonesien oder den USA reisen an. "Die leistungsstärksten Chöre weltweit", sagt Müller und zieht den Vergleich zum Leistungssport. Die Geraer haben sich auch durch ihr sehr gutes Abschneiden im Vorjahr in Riva del Garda qualifiziert. In Budapest werden sie vier Stücke singen, darunter das "Ave Maria in D" von György Orbán als Pflicht. Mit Johann Hermann Scheins "Zion spricht", "Advance Democracy" von Benjamin Britten und "Traumtänze Teil III" von Hans Schanderl (geboren 1960) reisen die Goetheschüler musikalisch durch die Jahrhunderte. Wie das bei der international besetzten Jury ankommt, erfahren sie am Mittwoch, 27. März, beim großen Abschlusskonzert. Das Geraer Publikum kann sich schon heute Abend von der Klasse der jungen Sänger überzeugen: Das Wettbewerbsprogramm ist 19.30 Uhr in der Aula am Johannisplatz zu erleben. Der Eintritt ist frei.
Bildunterschrift
Der Chor des Goethegymnasiums bereitet sich auf den internationalen Chorwettbewerb nächste Woche in Budapest vor. Foto: Katja Schmidtke