Kostenberechnung sprengt den Etat

Planungen zum Campus Goethesgymnasium sollen sich dadurch nicht verzögern

Gera. Die konkrete Kostenberechnung für den Bau des Campus Goethegymnasium wird teurer als geplant. Darüber informierte der zuständige Fachdienstleiter Bernd Kriebitzsch im jüngsten Bildungsausschuss des Geraer Stadtrates. Der Wettbewerbssieger hatte seine Pläne zwar in den vorgegebenen Rahmen von 13,2 Millionen Euro eingepasst. Diese grobe Schätzung reicht freilich nicht, um Fördermittel beim Land locker zu machen. Deswegen muss jetzt im Detail gerechnet werden. Baugrunduntersuchungen für die zum Abriss stehenden Gebäude Reichsstraße 1a und b zum Beispiel waren bislang noch gar nicht berücksichtigt worden. Die Kommune, wenig erfahren in Realisierungswettbewerben, stellte für die notwendige Erhebung 210 000 Euro ein, davon sind 70 000 Euro Eigenmittel der Stadt. Die städtische Infraprojekt hat den Wettbewerbssieger um ein Angebot für die Kostenerstellung gebeten. Einen alternativen Anbieter gibt es im Grunde nicht. Weil das Angebot jedoch die Vorstellungen der Kommune sprengte, werde man jetzt noch einmal über den Preis verhandeln. Deswegen hielt sich Kriebitzsch auch mit Zahlen zurück, die Stadträtin Martina Schmidt (Arbeit für Gera) gern gewusst hätte. Fest steht, wird die Planung teurer, muss die Verwaltung dafür anderswo Geld freischaufeln. Parallel dazu beantragt die Kommune die anteilige Förderung der Kostenberechnung. Bislang sind 140 000 Euro vorgesehen. Gute zwei Monate dauere es bis zum Bescheid. Desweiteren sei zu klären, so Kriebitzsch, wer die weiteren Fachplanungen übernehme, das Architektenbüro als Hauptplaner oder die Stadt als Eigentümer. Der Ausschuss ließ die Ausführungen unkommentiert. Kriebitzsch versprach ein zügiges Arbeiten, "ohne einen Stichtag nennen zu können". Die absehbare Kostenerhöhung werde sich nicht negativ auf den Campus auswirken, versicherte der Fachdienstleiter auf Nachfrage. 2013 wolle man die Planungen bis zur Ausschreibungsreife vorantreiben. Baubeginn soll 2014 sein.
Bildunterschrift
Goethe-Gymnasium/Rutheneum seit 1608 - Haus II am Johannisplatz (Foto: Sigrid Schädlich)