Gymnasiasten erinnern an Werner Simsohn

Familiennachmittag im Stadtmuseum

Gera. "Werner Simsohn - Die Geschichte eines Verfolgten". Unter diesem Titel lud das Stadtmuseum Gera am vergangenen Samstag erneut zu seiner Veranstaltungsreihe "Familiensamstag im Stadtmuseum" ein. Gestaltet wurde der Nachmittag von drei Schülern des Goethe-Gymnäsiums/Rutheneum seit 1608, die sich in ihrer Seminararbeit im Fach Geschichte mit dem Leben und Leiden Werner Simsohns während seiner Jugendjahre unter dem nationalsozialistischen Regime beschäftigten. Auch die jahrzehntelange Aufarbeitung des Elends der Geraer Juden im Dritten Reich durch Werner Simsohn war Gegenstand ihrer Ausführungen. Lukas Granse, Corinna Müller und Anne Weisker gelang es beeindruckend, nicht nur die Person Werner Simsohn anhand seines Lebenswerkes, der dreibändigen Publikation "Juden in Gera" zu würdigen, sondern auch exemplarisch auf das Schicksal einer Vielzahl von Menschen zwischen 1933 und 1945 aufmerksam zu machen. Atmosphärische Unterstützung erhielten sie von Musik-schülern des Gymnasiums. Die Anregung, sich einem solch schwierigen und emotionalen Thema zu widmen, fanden die Schüler bei ihrer Lehrerin, sowie bei Frau Edith Lienert. Welche Präsenz Werner Simsohn auch heute noch, mehr als zehn Jahre nach seinem Tod, bei den Bürgern der Stadt Gera besitzt, verdeutlicht das rege Interesse der Besucher. 50 waren an diesem Nachmittag gekommen. OTZ/Steve Häselbarth
Bildunterschrift
Werner Simsohn (Foto: www.gera.de)