Architektenwettstreit ist gesichert

Förderverein des Goethegymnasiums und Stadt Gera schließen Vertrag

Von Sylvia Eigenrauch Gera. Der städtebauliche Architektenwettbewerb für den Campus des Goethegymnasiums ist gesichert. Der Förderverein des Goethegymnasium/Rutheneum darf den städtischen Eigenanteil von 73.333,33 Euro für den mit 220.000 Euro veranschlagten Wettbewerb übernehmen. Der Vertrag zwischen der Stadt Gera und dem Förderverein des Gymnasiums steht. Schon am 15. Dezember unterzeichneten ihn Baudezernent Ramon Miller (SPD) für die Stadt und Vorsitzender Michael Uhlig für den Förderverein. Gestern informierten beide Seiten die Öffentlichkeit. "Ohne das Bürgergespräch der Tageszeitung wären wir vielleicht noch nicht soweit", sagte Vorstandsmitglied Dr. Harald Frank, der sich am 8. Dezember öffentlich über den ausstehenden Vertrag geäußert hatte. Damals sagte Bürgermeister Norbert Hein (CDU) zu, den Vereinszuschuss bei einer möglichen Verteuerung des Wettbewerbs bei 5.000 Euro zu deckeln. Das steht jetzt so im Vertrag. Verankert ist außerdem, dass die Stadt sich verpflichtet, die Mittel ausschließlich zu diesem Zweck und sehr sparsam auszugeben. Fällt der Wettbewerb kostengünstiger aus, soll ein Drittel der Einsparung an den Verein zurückfließen, der gemeinsam mit Land und Bund die Gesamtfinanzierung aufbringt. Die Stadt Gera drängte darauf festzuhalten, dass die geleistete Finanzierungshilfe keinen Rechtsanspruch auf Investitionen einräumt. "Uns ist bewusst, dass wir das Bauvorhaben nicht bis 2014 schaffen, aber mit dem Start des Architektenwettbewerbes wird ein erster Schritt getan", sagte Vereinsvorsitzender Michael Uhlig, der sich schon als Mahner ankündigte, wenn es zu schleppend vorwärts geht. Im Januar 2011 soll das schon diesen Sommer berufene Preisgericht zusammen treten. Für Februar kündigte Baudezernent Miller die europaweite Ausschreibung an, deren Ergebnis im Sommer 2011 vorgestellt werden soll. "Ich erwarte einen positiven Streit um die besten Ideen, einen Beitrag zur Baukultur in der Innenstadt", erklärte Miller. Er dankte dem Förderverein im Namen des Oberbürgermeisters, einen Schritt zur Realisierung des Schulbauprogramms ermöglicht zu haben. Vorstandsmitglied Frank versicherte: "Mit dem Einsatz für unsere Schule wollen wir uns nicht vordrängeln". Bewiesen hat man das schon mit gemeinsamen Aktionen anderer Schulen. Schulleiter und Vorstandsmitglied Dr. Joachim Hensel versicherte, dass das Wettbewerbsgeld ausschließlich aus Spenden stammt. Daneben unterstützt der Verein mit 15.000 Euro im Jahr den Schulbetrieb.
Bildunterschrift:
Die Vereinbarung zwischen der Stadt Gera und dem Förderverein des Goethe-Gymnasiums zur Übernahme des städtischen Eigenanteils für den städtebaulichen Architektenwettbewerb für den Campus übergibt Baudezernetn Ramon Miller (r.) an den Fördervereinsvorsitzenden Michael Uhlig. (Foto: www.otz.de)