Im Dezember die beste Idee für den Campus

Fördermittelzusage für Rutheneum Gera

Gera (OTZ). Der notwendige Architekturwettbewerb für eine Zusammenführung des Geraer Goethegymnasiums am Standort Burgstraße wird mit Städtebaufördermitteln des Bundes und des Landes zu je einem Drittel gefördert. Die entsprechende Bewilligung liegt in der Stadtverwaltung nunmehr vor. "Wir werten das als ein Signal der neuen Landesregierung, zusätzliche Fördermittel bereitzustellen, dass wir das Goethegymnasium am Johannisplatz konzentrieren und dafür das benachbarte ehemalige Regierungsgebäude vom Freistaat nutzen können", sagte Geras Oberbürgermeister Dr. Norbert Vornehm (SPD). Der im September gefasste Stadtratsbeschluss knüpft an die Bedingung an, dass zusätzliche Gelder für das Rutheneum bereitgestellt werden. Das ehemalige Reußische Regierungsgebäude in der Burgstraße 2, zuletzt Bezirkshygieneinstitut, und eventuell ganz oder teilweise die Liegenschaften Reichsstraße 1 a und 1 b sollen als neue Bausteine den bereits bestehenden Schulteil am innerstädtischen Johannisplatz ergänzen. Im Zusammenspiel von Sanierung, Neubau und Freiflächengestaltung müssen alle Anforderungen an einen modernen Bildungsstandort berücksichtigt werden. Dazu schreibt die Stadt Gera einen Wettbewerb mit den Aufgabenfeldern Gebäude- und Innenraumplanung, Städtebau und Freiraumplanung öffentlich aus. Die Vorbereitungen zur Planung laufen bereits auf Hochtouren. Derzeit werden die Unterlagen für die öffentliche Ausschreibung in Form eines Realisierungswettbewerbes erarbeitet. Die Veröffentlichung soll im August erfolgen. Die Wettbewerbsteilnehmer sind nicht nur gefordert, alternative Ideen und optimierte Konzepte für das Gymnasium zu entwickeln. Gleichzeitig sind städtebauliche Rahmenbedingungen zu beachten, denkmalpflegerische Belange zu sichern sowie Anforderungen der Verkehrsund der stadttechnischen Erschließung sowie die Belange von Stadtgrün/Naturschutz einzubinden. Ein Preisgericht entscheidet, wer den Zuschlag erhält. Im Dezember soll die beste Idee öffentlich präsentiert werden, so der Zeitplan, den Oberbürgermeister Vornehm vorgegeben hat. Der Campus für das Goethegymnasium/Rutheneum seit 1608 ist das größte Projekt im Geraer Schulbauprogramm. Gestartet im Juni 2007, sollen nach den Worten von OB Vornehm "bis 2014 mit einem Investitionsvolumen von insgesamt knapp 84 Millionen Euro klasse Schulen und damit für alle Kinder und Jugendlichen Geras gleich gute Lernbedingungen geschaffen werden".
Bildunterschrift:
Das Goethegymnasium in Gera (Foto: OTZ online)