Der Traum vom Taktstock

Konstantin Hammer Geras bester Abiturient

Von Sigrun Broschardt
Gera. "Es ist das erste Mal in den 20 Jahren, in denen ich hier Schulleiter bin, dass alle Schüler bestanden haben", freut sich Dr. Joachim Hensel über das ausgesprochen gute Ergebnis dieses Jahr am Goethegymnasium-Rutheneum. 20 Schüler haben eine Eins vor dem Komma, bei 2,2 liegt der Gesamtdurchschnitt. Einer überragt dabei alle anderen - nicht nur am Goethegymnasium, sondern zugleich als Geras bester Abiturient 2010. Ein Durchschnitt von 1,0 mit 803 Punkten, das spricht für sich. Der 19-Jährige Absolvent einer Musikspezialklasse ist aber auch "ein exzellenter Klarinettenvirtuose". Das bescheinigt ihm nicht nur sein Schulleiter. Auszeichnungen wie ein dritter Preis im Solo beim Bundeswettbewerb "Jugend musiziert", erste Preise bei den Landeswettbewerben und Stavenhagenpreis bestätigen Konstantins außergewöhnliches Talent. Das will er nun auch zum Beruf machen. Für ein Musikstudium im Fach Klarinette hat er sich entschieden. Die Aufnahmeprüfung in Leipzig hat er bestanden, aber noch keine Zusage bekommen und - sich jetzt auch in Detmold beworben. Konstantins großer Traum ist es, einmal am Dirigentenpult zu stehen. "Aber das ist noch ziemlich weit weg", bleibt er realistisch. Dreizehn Jahre lang sei er immer gern zur Schule gegangen, sagt er. Mathe hat zu seinen Lieblingsfächern gehört und natürlich Musik. Er hat im Chor des Goethegymnasiums gesungen und verrät: Internet und Fernsehen - so was gibt's beim ihm Zuhause nicht. Für die Hausaufgaben könne man genauso gut die Bibliothek nutzen. Für seine Abi-Leistung bekommt Konstantin Hammer neben dem von-Wiese-Preis auch die Schulmedaille des Fördervereins. Und die wurde am Goethegymnasium erstmals doppelt vergeben: nämlich auch an Falk Müller, den Initiator des Einwohnerantrags zum Schulcampus, der mit einem Durchschnitt von 1,1 knapp hinter Konstantin Hammer liegt.