Würdigung für viele

Gespräch mit Heinz Hoffmann, Förderverein Goethegymnasium

2500 Euro für den Förderverein des Geraer Gothegymnasium Rutheneum seit 1608 - eine freudige Nachricht für den Pressesprecher?
Das kann man so sagen. Denn es ist nicht nur eine Auszeichnung für den Förderverein. Gewürdigt wird damit nicht nur das Anliegen von Schülern, Lehrern und Eltern sondern auch eines großen Teils vier Geraer Bevölkerung. Das macht uns schon ein bisschen stolz. Mit dieser Ehrung konnten wir ja nicht rechnen, weil wir unser Engagement für die Schule als selbstverständlich betrachten. Wir sehen in der Wahrung von Tradition nicht das Aufbewahren von Asche, sondern das Weitertragen des Feuers. Und beim "Feuermachen" hat uns die OTZ, insbesondere die Lokalredaktion Gera, sehr geholfen.

Auf welche Weise?
Ein ganz praktisches Beispiel ist der Einwohnerantrag zum Schulcampus, der durch die Berichterstattung öffentlich gemacht wurde. Die Initiative dazu stammte bekanntlich allein vom Schüler Falk Müller, der vom Verein natürlich jegliche Unterstützung erhielt.

Wo sehen Sie das Geld von der Zeitungsgruppe Thüringen gut "angelegt"?
Ich könnte mir vorstellen, es vor allem für die weitere Profilierung des Schulchores zu verwenden. Er ist mit seinen Erfolgen im In- und Ausland das Aushängeschild des Goethegymnasiums. Eine finanzielle Unterstützung würde das Engagement jener Schülerinnen und Schüler würdigen, die große Freude am Singen haben, aber dafür auch ihre Freizeit opfern.

Welche Vorhaben werden kontinuierlich von Förderverein unterstützt?

Als wichtigste sind die jährliche Vergabe der Schulpreismedaille zu nennen, ebenso die Unterstützung von bedürftigen Schülern bei Klassenfahrten, die Exkursionen zur Geraer Hütte sowie die Jahresberichte der Schule. Besonderer Höhepunkt war natürlich 2009 die 400-Jahr-Feier des Gymnasium/Rutheneum, die mit tatkräftiger Hilfe des Vereins ein großer Erfolg wurde.

Sie selbst sind Mitglied im Förderverein, weil ...
... ich als gebürtiger Gerscher dazu beitragen möchte, Tradition und Identität der Stadt zu pflegen und weiterzutragen.

Zur Information:
Oberregierungsrat Heinz Hoffmann hat das Goethegymnasium von 1971 bis 1974 besucht. Er arbeitet heute als Referent für Europaangelegenheiten in der Thüringer Staatskanzlei.
Interview: S. Broschardt
Bildunterschrift:
Die ZGT-Geschäftsführer Dr. Martin Jaschke (links), Klaus Schrotthofer (rechts) und der ZGT-Hauptanzeigenleiter Verkauf Lutz Schulz (Mitte) , überreichen Willi Hupe vom Verein der Freunde und Förderer der Schule für Körperbehinderte e.V. Erfurt (2. von links) sowie Heinz Hoffmann (2. von rechts) vom Förderverein für das Goethegymnasium in Gera Schecks von jeweils 2500 Euro. (Fotos: Marco Kneisel/Alexander Volkmann)