Kaufvertrag für Campus vor dem Abschluss

Verwirrung um Schließungsverfügung Aga

Gera (OTZ/KW). Der Kaufvertrag für das ehemalige reußische Regierungsgebäude steht offenbar kurz vor der Unterschrift. Der Vertragsentwurf liege vor, erklärte Fachdienstleiter Bernd Kriebitzsch vor dem Bildungs- und Sportausschuss des Stadtrates. Im Oktober könne der Kauf für einen symbolischen Euro zwischen Freistaat und Stadt perfekt gemacht werden. Allerdings mit Rücktrittsklausel, falls die vom Land zugesagten Fördermittel nicht fließen. Der erste Fördermittelantrag für Planungen werde noch im Oktober gestellt. Mit einer Gesamtinvestition von 14 Millionen Euro ist der Schulcampus das größte Vorhaben im Schulsanierungsprogramm, aber längst nicht das einzige. Bergschule, Zwötzener Schule, das Liebe- und das Zabel-Gymnasium sollen vom Konjunkturpaket II profitieren; in zwei der Schulen ist der Startschuss bereits gefallen. Für die Sanierung der Lindgren-Schule in Langenberg liefen die Planungen, informierte der Fachdienst, 2010 werde hier gestartet. Saniert werden sollen zudem mit Fördermitteln die Integrierte Gesamtschule und die Ostschule. Die Grundschule Am Bieblacher Hang erhält einen Erweiterungsneubau. Die Klassenräume werden von 50 auf 60 Quadratmeter vergrößert und so erstmals den Thüringer Schulbauempfehlungen entsprechen. Für die Ganztagsbetreuung würden Hort-, Freizeit- und Kreativräume hergerichtet und Gemeinschaftsräume flexibel nutzbar. CDU-Stadtrat Bernd Koob war mit dem Arbeitsstand sehr zufrieden, will sich aber weiter für den Erhalt der Grundschule Aga einsetzen. Nach dem gescheiterten Einwohnerantrag im Stadtrat bat Koob deswegen im Ausschuss, OB Vornehm möge eine Schließungsverfügung auslösen - damit im Gegenzug Schüler dagegen klagen können. Kriebitzsch schüttelte den Kopf. Die Entscheidung zu einem Schließungstermin werde frühestens im Januar 2011 im Stadtrat fallen.