Regierungsgebäude bleibt Option für Rutheneum

Zusicherung aus dem Finanzministerium

Gera (-um-). Der Freistaat Thüringen wird das ehemalige reußische Regierungsgebäude nicht an Dritte verkaufen, wenn die Stadt sich bekennt, das Gebäude für das Goethegymnasium/Rutheneum seit 1608 nutzen zu wollen. Diese Zusicherung kam gestern auf Anfrage dieser Zeitung aus dem Finanzministerium. Oberbürgermeister Dr. Norbert Vornehm (SPD) hatte am Donnerstagabend vor dem Stadtrat berichtet, dass die Immobilie im Staatsanzeiger ausgeschrieben war. "Offenbar hat die Landesregierung etwas ganz anderes vor", zog der Rathauschef in Zweifel, ob Erfurt die Zusammenführung des Gymnasiums unterstützt. Er sprach davon, dass es bereits Interessenten für das Gebäude gebe. Aus dem Finanzministerium hieß es, leerstehende Landesimmobilien seien routinemäßig aller zwei Jahre auszuschreiben. Die Stadt müsse sich aber auch für die Ein-Standort-Lösung entscheiden. Volker Thorey, Fraktionsvorsitzender "Arbeit für Gera", wies darauf hin, dass selbst im Falle weiterer Interessenten die Stadt ein Vorkaufsrecht habe.