Goethegymnasium ist Wahlkampfthema der CDU

Hein: Doppelstandort ist eine Zumutung

Gera (OTZ). Die Geraer CDU wird das Bemühen um die Entwicklung des Goethe-Gymnasiums zu einem Schwerpunkt im Wahlkampf machen. Das kündigte Kreisvorsitzender Norbert Hein an. Entscheidend sei, das Rutheneum räumlich am Johannisplatz zu erweitern, um so den Schülern und Lehrern Wege zu ersparen. Der Doppelstandort Johannisplatz und Nicolaiberg sei eine Zumutung. Vor zwei Wochen hatte die CDU deswegen im Stadtrat beantragt, das Schulhaus um das ehemalige Reussische Regierungsgebäude zu erweitern. Thüringens Finanzministerin Birgit Diezel soll das Gebäude der Stadt für den symbolischen Preis von einem Euro angeboten haben. Staatssekretär Roland Richwien hatte für die dringende Sanierung Fördermittel in Aussicht gestellt. Doch im Stadtrat habe sich eine Verhinderungsmehrheit von SPD und PDS durchgesetzt, so Hein. Als unglaublich bezeichnete er die Äußerungen des SPD Kreisvorsitzenden Ramon Miller zu dieser Frage während des Wahlkampfauftaktes mit Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee. "Erst im Stadtrat für eine Ablehnung zu sorgen und dann auf das Land schimpfen, ist schon dreist." Dabei hätte Miller nur auf Tiefensee hören müssen, so Hein weiter: Stadtumbau fortsetzen, in Bildung investieren, sei mit dem CDU-Vorstoß einfach unter einen Hut zu bringen gewesen.